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Zum Ende der Seite springen Interview mit Ed Vintage
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Interview mit Ed Vintage Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen



Inti: Hi! Vielen Dank für die Zeit eines Interviews!!!

Yeehaw! Ich habe zu danken!

Inti: Wie würdest du jemandem, der noch nie von Dir gehört hat, Deinen Sound beschreiben?
Naja, in der Regel können die meisten was damit anfangen, wenn ich sage: Wem die „American Recordings“ von Johnny Cash gefallen haben und wer Bands wie The Boss Hoss und Volbeat mag, der wird „Ed Vintage“ lieben. Wer auf Rock’n'Roll und Rockabilly steht, kommt hier genau so auf seine Kosten wie die Liebhaber von Country, Swing, Bluegrass und Blues.

Inti: Wer ist Mitglied in deiner Band?
Ich bin Solo-Künstler. Ich schreibe alle Songs, singe sie ein, spiele sämtliche Instrumente und bin auch mein eigener Mischer und Produzent. Cool, was?!

Inti: Seit wann gibt es die Band?
Ed Vintage wurde Ende 2012 „erschaffen“.

Inti: Wie entstand der Name?
Von 2006 bis 2010 machte ich meine Musik unter meinem bürgerlichen, deutschen, langweiligen und leider sehr häufig vorkommenden Namen. Als es dann darum ging, meine Musik über ein Label zu veröffentlichen und natürlich auch zu verkaufen, fand ich mit der deutschen Plattenfirma „Bellaphon“ einen kompetenten und erfahrenen Partner. Die waren von meinen Songs direkt begeistert und wollten die Platte so schnell wie möglich auf den Markt werfen – unter der Bedingung, dass ich mir einen Künstlernamen ausdenke, der auch international was hermacht. Das fand ich vernünftig, denn welcher versierte z. B. US-Country-, Blues- oder Rockabilly-Fan kauft sich schon eine Platte von nem Typen, dessen Name schon direkt auf seine deutschen Wurzeln schließen lässt.
Da meine Musik zum Großteil ja so klingt, als wäre sie locker 50 oder 60 Jahre alt, schwirrte mir der Begriff „Vintage“ durch den Kopf. Und „Ed“ habe ich als Vornamen gewählt, weil meine Texte bisweilen etwas zynisch bis bissig sind und ich dann irgendwann an das dreckige Lachen der Hyäne „Ed“ aus dem Film „Der König der Löwen“ denken musste.
Und zufälliger Weise klingt „Ed Vintage“ ausgesprochen so ähnlich wie das englische Wort für „Vorteil“ oder „Überlegenheit“. Passt.

Inti: Wie ist Dein musikalischer Werdegang?
Lang und schmal wie der Flur bei mir zuhause. Als Teenie brachte ich mir Keyboard und Gitarre spielen bei, bis Anfang zwanzig habe ich dann in diversen Bands den üblichen, eintönigen „Alternative Rock“ vor mich hingegröhlt und schließlich mein musikalisches Zuhause in dem gefunden, was ich jetzt mache. Unter meinem bürgerlichen Namen (ich sage immer „während meiner ersten Karriere“) konnte ich mit meiner Musik auch ein paar kleine Erfolge verbuchen. So war ich auf zahlreichen Samplern vertreten, konnte meine Musik auf dem Soundtrack von PC-Spielen unterbringen und war in Recording-Workshops, Webradios und in Independent-Filmproduktionen zu hören. 2009 nahm ich am „International Johnny Cash Cover Song Contest“ Teil, in dessen Jury auch Familienmitglieder des Man in Black saßen, und erhielt von Cash’s Tochter Rosanne das Kompliment „My Dad would’ve been proud of you“. Kurz danach legte ich eine Pause ein und breche nun als „Ed Vintage“ auf zu neuen Ufern.

Inti: Wo hast Du dein Album aufgenommen?
Zuhause, in meinem spartanischen, improvisierten Studio. Ich halte nichts von dem ganzen Equipment-Gepose. Bei mir gibt’s nur einen alten PC, ein kleines Mischpult, die preisgünstigsten Instrumente, die ich finden konnte und einen Aschenbecher.

Inti: Wie war es für Dich am Album zu arbeiten?
Naja, das Album „The Vintage Chronicles“ ist quasi ein Querschnitt meines Schaffens aus den letzten etwa 6 Jahren. Ich habe so viel Material, dass es noch für ein Dutzend weitere Alben reicht; es ist einzig etwas anstrengend, Songs zusammenzustellen, die zueinander passen und somit auf dem Album ein rundes Bild ergeben. Zudem war es etwas seltsam, als Debüt-Album quasi direkt eine Art „Best Of“ aus älteren Aufnahmen anzubieten; einige Leute kannten die Songs des Albums noch unter meinem bürgerlichen Namen und dachten, irgendein Strolch hätte mir die Musik geklaut.
Im Endeffekt bin ich aber mit der Auswahl der Songs zufrieden. Und wo die herkommen, gibt’s noch jede Menge mehr.

Inti: Was dürfen wir uns vom Album erwarten?
Wie schon gesagt, das Album ist eine Art musikalischer Hackbraten; ich habe das Beste von dem draufgepackt, was ich in den letzten Jahren produziert habe und daraus eine homogene, stilistisch übersichtliche und dennoch leckere Klangmasse angerührt. Selbstverständlich produziere ich auch weiterhin ständig neues Material – und wer „The Vintage Chronicles“ gehört hat, der kann sich in etwa ausmalen, was er von den nächsten Veröffentlichungen erwarten kann: eine Mischung aus Rock’n'Roll, Rockabilly, Country, Swing, Bluegrass und ein bisschen Folk, Songs die sich auf jedem x-beliebigen Quentin-Tarantino-Soundtrack sehen lassen könnten und ebenso für Musikliebhaber geschaffen sind, die ab und an mal ein „Wow, sowas hab ich ja schon lange nicht mehr gehört!“ – Erlebnis brauchen.

Inti: Wo kann ich Deine Musik kaufen?
Bei den üblichen Verdächtigen: iTunes, Amazon, Musicload. Im Ausland auch bei einigen Portalen, deren Namen ich mir schlecht merken kann oder auf denen alles in Koreanisch steht. Einfach Tante Google fragen, die weiss Bescheid.

Inti: Wie läuft das Songwriting bei Dir ab?
Ha, cool, jetzt kommt der philosophische Part. Also, bei mir ist das so: ich kann mich nicht einfach hinsetzen und sagen „So, ich schreibe jetzt einen Song.“ Ich habe immer das Gefühl, dass die Songs zu mir kommen, wenn sie geschrieben werden wollen. Das kann überall passieren; auf dem Klo, im Auto, bei der Arbeit, manchmal sogar im Schlaf. Ich habe da so eine ganz krude Theorie: alles, was wir sind, was um uns herum ist, war ja praktisch schon in der Materie des Urknalls vorhanden. Bäume, Wasser, die Moleküle des Stuhls, auf dem ich gerade sitze – und eben auch das, woraus unsere Gedanken und Ideen werden. Und ab und zu schwirrt halt mal so eine kleine Melodie oder ein Riff durch das Vakuum des Alls, und wenn man zufälliger Weise gerade seine Antennen auf Empfang gestellt hat, dann wird diese Idee von der großen Festplatte der universellen Unendlichkeit ins Hirn runter geladen, und schließlich entsteht daraus ein neuer Song.
Krass. Jetzt hab ich bestimmt sogar noch ein paar Esoteriker zu Ed-Vintage-Fans gemacht.

Inti: Wo hast du deinen Proberaum?
In meiner Wohnung. Ich wohne auf einem alten Tankschiff auf dem Rhein; das ist praktisch, denn hier kannst du so oft, so lange und so laut Musik machen wie du willst – es gibt keine Nachbarn, die sich beschweren.

Inti: Wie viel Zeit investiert Du in die Band?
Jede freie Minute.

Inti: Wo willst du mit Deiner Musik hin?
Überall hin. In die Ohren und Herzen der Menschen, und natürlich auf die Bühne. Auf die ganz große natürlich. Klar kann man sich bescheidene Erfolge schönreden mit der Aussage: „Ach, ich spiele lieber auf kleinen Bühnen vor kleinem Publikum, das ist so schön intim und familiär…“
Sch**** drauf. Ich will eine riesige Arena. Voll bis oben hin mit klatschenden und jubelnden Menschen. Und wenn der letzte Ton des letzten Akkords des letzten Songs verklungen ist, dann lasst für ein paar Sekunden Stille herrschen, in der man einen Floh pupsen hören kann.
Und dann lasst sie ausrasten. Lasst sie schreien, johlen, applaudieren dass es klingt wie ein Gewitter, und gebt mir damit für den Bruchteil einer Sekunde das Gefühl, nicht mehr lebendiger werden zu können.
Genau das iss es.

Inti: Was macht Deiner Meinung nach eine wirklich gute Band aus?
Da kann ich nichts zu sagen. Die, in denen ich bisher gespielt habe, waren nicht sonderlich gut. Aber warum, das weiß ich leider auch nicht.

Inti: Ist eine saubere Unterwäsche bei der Live-Performance eine Notwendigkeit?
Es kommt hier glaube ich weniger auf die Sauberkeit an, sondern auf das Material; Feinripp scheuert wie die Hölle, wenn du hinter dem Mikro mit dem Arsch wackelst, und das komplette Weglassen von Unterbekleidung führt gegebenenfalls zu unschönen Schweißflecken auf der Überbekleidung. In Polyester gehst du ohnehin kaputt wenns auf der Bühne warm ist, also rate ich zur guten alten Baumwolle. Und bei der ist es mir egal, ob die biologisch angebaut wurde oder wer sie zusammengenäht hat; Hauptsache, sie sitzt.

Inti: Deine bisherigen Konzert-Highlights waren…?
Santana bei Rock am Ring 2000. „Black Magic Woman“ im Sonnenuntergang – ha, da hatte ich meinen Eltern (Woodstock-Generation) mal richtig was voraus, denn die hatten ihn noch NIE live gesehen.

Inti: Was macht für Dich einen guten Live-Gig aus?
Freundliche Veranstalter, passendes Publikum, lockere Atmosphäre. Und natürlich das Catering. Das muss passen. Und durchdacht sein. Ich meine, hallo, wer kommt auf die Idee, Musikern vor dem Auftritt EIERSALAT zu kredenzen?! Da stehst du nachher ne Stunde auf der Bühne und kannst keinen lassen, das ist die Hölle. Dann lieber ein paar belegte Brötchen. Ach ja, und was die Gage angeht: mir doch egal. Hauptsache, ich kann danach noch ein paar CD’s verticken.

Inti: Wo möchtet Du in Zukunft auftreten?
Hm, mal sehen. Das eine oder andere Olympiastadion, Central Park (New York), Las Vegas… und mein absoluter Traum wäre ein Open Air auf dem Ayers Rock in Australien. Ich weiß aber nicht, wie das dort mit den Sicherheitsbestimmungen ist; da müssten sie ja rund um den Gipfel Geländer anbringen, damit keiner runter fällt. Wäre aber schon toll.

Inti: Könntest Du mir dein Gefühl beschreiben, wenn Du auf der Bühne stehst?
Nein. Das ist einfach unbeschreiblich.

Inti: Was für einen Stellenwert hat Musik in deinen Leben?
Wenn ich keine Musik mehr machen könnte, wäre das Leben für mich vorbei.

Inti: Was für eine Musik hörst Du privat?
Alles, was auch meinem eigenen Stil entspricht; Johnny Cash, Elvis Presley, Jerry Lee Lewis, die Beatles, die Beach Boys, die Doors. Hier und da verläuft sich mal was Aktuelleres für kurze Zeit in meine Favoritenliste, aber von den neueren Sachen gibt’s eigentlich nichts, was sie im Radio nicht kaputt spielen und einem damit irgendwann nur noch auf die Nerven gehen.

Inti: Welche Bands haben Dich beeinflusst?
Was Texte und Leadgesang angeht natürlich Johnny Cash und Elvis Presley; aber auch Bob Dylan und die Beatles hab hierzu viel beigetragen. In Sachen Harmoniegesang habe ich viel von den Beach Boys und sogar den Comedian Harmonists gelernt.

Inti: Wie politisch darf Musik sein?
Was heißt darf, manchmal MUSS sie das. Viele Demonstrationen und Kundgebungen wären ohne „Give Peace A Chance“ gar nicht denkbar, und manchmal braucht die Masse der Menschen einfach jemanden, der ihre Gedanken in Worte und Melodien packt, so dass sie ihre Meinung in einem gemeinsamen Manifest äussern können. Unpolitische Musik gibt es leider mehr als genug – es sollte wieder viel mehr Protestsongs und Demo-Hymnen geben.

Inti: Was ist für dich ein musikalisches Verbrechen?
Justin Bieber. Und jegliche Form von französischem Hip Hop.

Inti: Was für Tipps hast Du für Nachwuchsmusiker?
Haha, wie viel Gigabyte stehen mir denn für das Interview zur Verfügung?!
Also zunächst mal: die Musik ist gemacht. Orientiert Euch an dem, was es schon gibt, und versucht das Beste draus zu machen. Ich finde es völlig idiotisch, alle paar Monate irgendwo eine neue Genrebezeichnung zu lesen, nur weil einer meint, er hätte aus einem grandiosen Mix aus zwei unterschiedlichen Rhythmen oder Akkordfolgen eine völlig neue Musikrichtung erfunden.
Schreibt gute Songs, beherrscht Eure Instrumente, schaut, dass Ihr gut zusammenpasst und vor allem: zieht es durch. Gerade im Rockbereich tummeln sich online gefühlt mehr Bands als es Menschen auf diesem Planeten gibt, und die meisten davon sehen nicht nur gleich aus, sondern klingen auch noch gleich: ein Sänger, der versucht Eddie Vetter oder diesen Coldplay-Typen zu imitieren, mindestens zwei Les Pauls am Start, ein Basser mit Red Hot Chili Peppers-Ambitionen (wegen dem dann im Lauf der Bandgeschichte das Genre „Alternative Groove Funk Poprock“ erfunden wird) und ein Schlagzeuger, der sich die Markennamen seines Set-Zubehörs besser merken kann als die Setlist des nächsten Gigs.
Seid einzigartig! Schwimmt nicht auf irgendwelchen Wellen mit, sondern seid ein Unikat! Es ist vollkommen schnuppe, ob Ihr auf einer Gibson, einer Fender oder einem sechssaitigen Bass spielt, und es interessiert auch keinen Hörer, welche Felle an den Drums zwischen zwei Aufnahmen ausgetauscht wurden – Ihr müsst die Leute mit Euren SONGS einfangen, sie damit berühren und sie damit dazu bringen, nie mehr etwas anderes hören zu wollen!

Inti: Was für Pläne hast Du für 2014?
Neben dem üblichen Kram mit der Weltherrschaft und so, möchte ich mit meiner Musik noch mehr Menschen erreichen, demnächst ein neues Album veröffentlichen und mich verstärkt um meine Live-Präsenz kümmern. Und nebenbei natürlich neue Songs schreiben und Aufnehmen.

Inti: Welches Youtube Video (von Dir) würdest du uns empfehlen?
Videos gibt es von mir noch keine. Kommt noch.

Inti: Wann und wo sind die nächsten Gigs?
Im Mai spiele ich in der Arena in Trier auf einem Benefizkonzert. Ansonsten werden alle verfügbaren Kneipen und Pubs abgeklappert.

Inti: Etwas zum Abschluss…
May the Vintage be with you!

Bandlinks:

edvintage.mymusicstream.com


Quelle



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*Wer anderen eine Gräbe grubt, sich selber in die Hose pupt*

11.03.2014 18:43 Ibbi ist offline E-Mail an Ibbi senden Beiträge von Ibbi suchen Nehmen Sie Ibbi in Ihre Freundesliste auf
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